Zwei Sensoren, zwei verschiedene Fragen
Ein PIR-Sensor beantwortet "ist etwas Warmes an mir vorbeigekommen". Ein Time-of-Flight-Sensor beantwortet "welche Formen sind unter mir und in welche Richtung bewegt sich jede". Beide werden als Personenzähler verkauft, beide zu Recht, aber sie lösen unterschiedliche Probleme zu unterschiedlichen Preisen. Ariadne liefert beide Geräteklassen, dieser Vergleich hat also keine Seite zu vertreten: Die ehrliche Antwort lautet, dass die Tür den Sensor bestimmt.
Was ist besser für die Personenzählung, ToF oder PIR?
Für stark frequentierte Eingänge, deren Zahlen Entscheidungen tragen (Conversion, Personaleinsatz, Mieterberichte), gewinnt ToF: Es trennt Eintritte nebeneinander, ignoriert Schatten und hält seine Genauigkeit im Gedränge. Für schwach frequentierte Durchgänge, wo eine Steckdose Luxus ist und eine grobe Richtungszählung genügt (Hinterkorridore, Nebentüren, entlegene Standorte, mobile Installationen), gewinnt ein Dual-PIR-Zähler bei Kosten, Batterielaufzeit und Installationstempo. Die meisten Portfolios brauchen beides.
Wie jede Technik funktioniert
PIR (Passiv-Infrarot) erkennt die Änderung der Infrarotstrahlung, wenn ein warmer Körper das Sichtfeld kreuzt. Es sendet nichts aus, weshalb es jahrelang auf Batterien läuft. Ein einzelnes PIR-Element weiß nur, dass etwas vorbeikam; ein Dual-PIR-Zähler ergänzt ein zweites Element, sodass die Auslösereihenfolge die Richtung verrät, hinein oder hinaus. Was es nicht kann: auflösen, wie viele warme Körper zusammen vorbeikamen. Ein Paar nebeneinander ist ein Ereignis.
ToF beleuchtet die Szene aktiv mit Infrarotpulsen und misst die Laufzeiten, wodurch ein Live-Tiefenbild entsteht, in dem jede Person eine eigene dreidimensionale Silhouette ist. Zwei Personen zusammen sind zwei Silhouetten. Die Mechanik steht in dem Grundlagenartikel.
Die Abwägung, ausgelegt
| Dual-PIR-Zähler | ToF-Zähler | |
|---|---|---|
| Strom | Batterie, Jahre Laufzeit | Kabelgebunden (typisch PoE) |
| Installation | Minuten, keine Verkabelung | Verkabelt, über Kopf positioniert |
| Richtung | Ja (zwei Elemente) | Ja, pro Person |
| Gruppentrennung | Nein | Ja |
| Schatten-/Spiegelungsimmunität | Ja (wärmebasiert) | Ja (tiefenbasiert) |
| Genauigkeit im Gedränge | Nimmt ab | Hält |
| Kosten pro Tür | Niedrig | Höher |
| Richtig an | Nebentüren, entlegenen Standorten | Haupteingängen, KPI-tauglichen Zählungen |
Oft entscheidet die Stromfrage allein: Wo kein PoE liegt und kein Budget für die Leitung existiert, heißen die ehrlichen Optionen Batterie-PIR oder gar nichts. Diese Abwägung behandelt PoE vs. Batterie bei Personenzählern.
Beides in einem Portfolio mischen
Das Muster, das funktioniert: ToF an den Türen, deren Zahlen Entscheidungen speisen (der Haupteingang, der Frequenz und Conversion definiert), PIR an den Türen, wo Präsenz und Richtung genügen und niemand die Zahl je in einer Vorstandssitzung verteidigen wird. Ariadnes eigene Hardwarelinie spiegelt die Trennung: Der ToFu-ToF-Sensor deckt die genauigkeitskritischen Türen ab, die Passage-Dual-PIR-Einheit die Batterie-Durchgänge, und beide speisen dieselbe Plattform, sodass das Portfolio als ein System berichtet.
Wer ein gemischtes Portfolio spezifiziert, liest als Begleitmaterial die Checkliste im ToF-Personenzähler-Ratgeber und die Montagehinweise in Deckenmontage vs. Türrahmen.
---
